Für wen hat Rabbiner Samson Raphael Hirsch s“l im Jahre 1858 diesen grundlegenden Artikel über die tiefe Bedeutung des Schawuot-Festes geschrieben? Den orthodoxen Juden seiner Zeit musste er die heilige Bedeutung dieses Festtages gewiss nicht erst vor Augen führen. Ihnen war Schawuot als das Fest der Thoraübergabe, als „Zman Matan Toratenu“, zutiefst vertraut. Wenn Rabbiner Hirsch s“l dennoch einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema verfasste, dann richtete er sich ganz bewusst an eine andere Leserschaft: an die nicht-orthodoxe, liberale und reformierte jüdische Öffentlichkeit seiner Zeit.
Liebe Leser, stellen Sie sich einmal für einen Moment meine Fußnoten, Erklärungen und die hinzugefügte Punktierung der hebräischen Wörter und Zitate weg. Nehmen Sie den reinen Text von Rabbiner Hirsch, wie er 1858 erschien. Besitzen Sie wirklich das umfassende Hintergrundwissen, um diesen Artikel – und überhaupt alle anderen Aufsätze des Rabbiners, die ich in dieser Zeitschrift regelmäßig abdrucke – vollständig zu erfassen? Sind Ihnen die Prophetenworte, auf die Hirsch sich bezieht, geläufig? Kennen Sie die Psalmen, auf die er anspielt, zur Genüge? Verfügen Sie über jenes tiefe historische Wissen sowohl der jüdischen als auch der allgemeinen Geschichte, das nötig ist, um seine feinen Anspielungen auf vergangene Epochen und ihre Lehren wirklich zu verstehen?
Ich selbst muss ehrlich gestehen: Ich kann es ohne diese Hilfestellungen nicht. Und doch ist es eine bemerkenswerte Tatsache, dass die liberalen und reformierten Juden zur Zeit Hirschs diese Texte ohne jede Schwierigkeit lesen und verstehen konnten. Sie brauchten weder ausführliche Fußnoten noch Punktierungen der hebräischen Begriffe. Ihr jüdisches Wissen, ihre Vertrautheit mit Tanach, Talmud und jüdischer Tradition war noch so lebendig, dass sie die anspruchsvollen Ausführungen des großen Rabbiners mühelos folgen konnten.
Genau hier liegt die entscheidende Frage: Wenn die liberalen und reformierten Juden in der Mitte des 19. Jahrhunderts noch über ein derart hohes Maß an jüdischem Wissen und innerer Jüdischkeit verfügten – wie war es dann möglich, dass sie sich dennoch mehr und mehr vom orthodoxen Judentum abwandten?
Meine Antwort auf diese Frage lautet klar und deutlich: Antisemitismus.
Es war der Antisemitismus, der viele Juden dazu brachte, die Heiligung des Schabbats aufzugeben. Es war der Antisemitismus, der Orgel und gemischten Chor in die Synagogen einführte. Der Antisemitismus zwang oder verleitete Juden dazu, auf koschere Speisen zu verzichten und sich ihrer traditionellen jüdischen Kleidung zu entledigen. Viele derjenigen, die sich vom orthodoxen Weg abkehrten, taten dies in der aufrichtigen, wenn auch tragischen Überzeugung, durch Anpassung an die nichtjüdische Mehrheitsgesellschaft dem Antisemitismus wirksam begegnen zu können. Sie glaubten: Wenn es keine sichtbaren Unterschiede mehr zwischen Juden und ihren Mitbürgern gäbe, dann würde der Hass schwächer werden, dahinschmelzen und schließlich verschwinden.
Die bittere historische Erfahrung hat jedoch das genaue Gegenteil gezeigt. Je mehr sich Juden vom orthodoxen Judentum entfernten und sich der Mehrheitsgesellschaft anpassten, desto stärker wurde in vielen Fällen der Antisemitismus. Denn das eigentliche Ziel des Judenhasses ist nicht die bloße Ablehnung bestimmter Bräuche oder Kleidungsstücke – sein letztes und tiefstes Ziel ist die vollständige Auslöschung des Judentums als solches.
Gegen diese verhängnisvolle Entwicklung stellte sich Rabbiner Samson Raphael Hirsch s“l mit seiner ganzen Familie und seiner unermüdlichen Kraft. Sein Schwiegersohn, Rabbiner Salomon Breuer s“l, führte diesen geistigen und geistlichen Kampf wiederum mit seiner Familie entschlossen weiter. Dessen Nachfolger wurde Rabbiner Josef Jona Horovitz s“l, der die Israelitische Religionsgesellschaft (IRG) in Frankfurt bis in die dunkelsten Jahre des Holocausts hinein als mutiger und treuer Hirte leitete.
Die Geschichte lehrt uns eine schmerzliche, aber unübersehbare Wahrheit: Je weiter sich Juden von der Orthodoxie entfernen, desto größer wird paradoxerweise der Antisemitismus – weil dieser Hass letztlich nicht auf Äußerlichkeiten, sondern auf der bloßen Existenz des jüdischen Volkes als Träger der Thora zielt.
Dieser Artikel von Rabbiner Samson Raphael Hirch s“l wurde in der Zeitschrift Jeschurun, 4. Jahrgang, Heft 9, im Juni 1858 veröffentlicht.
Der Text wurde dem heutigen Sprachgebrauch leicht angepasst und mit Erklärungen versehen von Michael Bleiberg. Das Original finden Sie in der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main unter:
https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/2932859
„Es war im dreißigsten Jahr am fünften des vierten Monats, ich war mitten unter den Vertriebenen am Strome Kebar[1], da öffneten sich die Himmel und ich sah Erscheinungen Gottes.[2]“ — Das mit diesem Satz eingeleitete Prophetenwort Jecheskels ward uns am Siwan-Fest unserer Gesetzoffenbarung aus dem reichen Schatz des göttlichen Wortes zur Betrachtung gereicht.
Dreißig Jahre waren verflossen, seitdem der Hohepriester Chilkijahu[3] bei einer Renovierung des Tempels eine Thora-Rolle im Heiligtum gefunden und sie als einen seltenen Fund dem jungen Fürsten Joschijahu[4] zugesandt hatte; dreißig Jahre, seitdem dessen Herz so von dem Inhalt dieses Buches ergriffen worden, dass es ihn zum heilbringenden Regenerator begeisterte.
In welch eine Zeit versetzt uns diese Notiz am Geburtsfeste unserer Thora! Diese Thora, deren dreitausend-einhundert-neunundsechzigsten Geburtstag wir in diesem Monate begingen[5], die uns noch heute nach so vielen tausend Jahren mit immer frischer Begeisterung zusammenruft und welcher unsere Herzen, mit immer neuer Weihe und Hingebung entgegenschlagen, diese Thora hat schon Zeiten erlebt, in welchen unseres Volkes ihr bereits, durch die Politik ihrer Führer und die Sophistik ihrer „Geistlichen“ verführt, den Rücken gewandt und dadurch der ganzen glorreichen Sendung ihrer welthistorischen Bestimmung verlustig gegangen waren, und sie auch bei dem übrigen unter der siebenundfünfzigjährigen Regierungszeit eines gottvergessenen und leider nur zu spät in sich gegangenen Fürsten und seines Sohnes — wenigstens im Kreis der leitenden Hofluft[6] — fast in Vergessenheit geraten war.
Fünfundfünfzig Jahre hatte Menascheh[7] mit dem ganzen Fanatismus eines in der Richtung des Baal-Kultus reformatorischen Systems rücksichtslos in Jerusalem und dem Gottesheiligtum gehaust. Die dem individuellen Egoismus schmeichelnde Bamoth-Zersplitterung[8] hatte er wieder hergestellt und auf deren Grund den ganzen Wust eines die himmlischen Naturkräfte verehrenden Kultus in seiner ganzen entsittlichenden Konsequenz bis in das Allerheiligste des einen Einzigen eingeführt. Es war ihm „Prinzip“, das Volk des einen Einzigen und seines geoffenbarten Gesetzes zum Niveau der emoritischen Völker rückschreitend zu reformieren und in diesem Reformbestreben die geschicktesten Könige des schon auf diesem Wege zu Grabe gegangenen „israelitischen“ Reiches also zu überflügeln, dass auch über das „jüdische“ Reich das bereits an dem „israelitischen“ vollzogene Verhängnis unwiderruflich ausgesprochen worden.
War es ein Wunder, dass sein Sohn Amon, den er schon früh der Feuer-Weihe des Götzentums übergab, der Erziehung seiner Jugend treu blieb selbst als sein Vater im Alter seinen Sinn zum Besseren wandte? Und als nun, wahrlich wundergleich, von diesem Amon dem Menascheh im Joschijahu ein Enkel geboren war, der unter allen seinen Vorgängern keinen seines Gleichen gehabt, der also mit ganzem Herzen und ganzer Seele und allem Vermögen zu Gott und seinem heiligen Gesetz zurückgekehrt, — war’s ein Wunder, dass diesem Joschijahu zu seiner Jugend das Buch der Thora völlig fremd geblieben, dass es an ein Wunder grenzte, wenn in dem von Menaschehs und Amons Unwesen entweihten Heiligtum sich noch ein Exemplar des alten, heiligen Gottesgesetzes vorgefunden und dass erst aus dem Inhalte dieses Fundes dem Joschijahu die ganze Wucht des Abfalls klar geworden, in welchen Vater und Großvater ihr Volk hineingerissen?
Und nun siehe die göttliche Kraft dieses göttlichen Gesetzes! Den Staat konnte es nicht mehr retten. Der erlag dem von Gott verhängten und verheißenen Geschick. Aber die Rettung des Volkes vermochte es zu vollbringen. Im vollen Bewusstsein, dass gleichwohl der Staat in Trümmer gehen werde, sammelte Joschijahu das ganze Volk, Priester und Propheten, das ganze Volk von Klein bis Groß um das Buch dieses Gesetzes. Mitten unter seinem Volk stand er hoch auf einer Säule und errichtete vor Gott das Bündnis, Ihm nachzufolgen und seine Gebote, seine Zeugnisse und seine Gesetze mit ganzem Herzen und ganzer Seele zu erfüllen und die Bundesbestimmungen alle aufrecht zu halten, die in diesem Buche verzeichnet waren. Und das ganze Volk trat ein in den Bund. Der Ernst aber, mit welchem Joschijahu in den letzten Jahren des jüdischen Staates das Volk wieder um die Thora versammelte und den Bund mit dem jüdischen Gesetz erneuerte, der Ernst, mit welchem er diese Bundeserneuerung in ihren letzten Konsequenzen verfolgte, dieser Ernst hatte in dem jüdischen Volk wieder seine Lebensseele wach gerufen, hatte es bewirkt, dass nun als Juda — wie es Jirmijahu bezeichnet — hinabstürzte, es von dem geistigen Erbgut, das Gott ihm gegeben, mit in diesem Hinabsturz in sich hinausrettete, וְשָׁמַטְתָּ֗ה וּבְךָ֙ מִנַּחֲלָֽתְךָ֙ אֲשֶׁ֣ר נָתַ֣תִּי לָ֔ךְ[9] , und als es ins Galuth ging, die Thora mit in die Verbannung wanderte. Wer weiß, ob nicht ohne diese Wiedererweckung durch Joschijahu Juda völlig das Geschick Israels geteilt hätte, und, ohne das geistige Band und den geistigen Odem des Gesetzes vom heimatlichen Boden vertrieben, gänzlich in der Fremde in die Masse der übrigen Völker verloren gegangen wäre. Wer weiß, ob wir es nicht eben diesem regeneratorischen Ernst des Joschijahu verdanken, dass wir noch heute nach mehr als dreiundzwanzig hundert (2.300) Jahren, umflutet von allen Strömungen eines europäischen Lebens mit vollster Begeisterung das Geburtsfest unserer Thora feiern und mit sinaitischem Ernst dem göttlichen Gesetz, als unserem einzigen geistigen Halt und Führer, unser ,,Naaßeh Wenischma[10]“ zuwenden!
Dieser regeneratorische Ernst des Joschijahu hatte es möglich gemacht, dass, als dreißig Jahre später bereits der bedeutendste Teil des jüdischen Volkes, auch seine „Bildner und Regler“ mit dem König Zechanjah (Zedekia[11]) in die babylonische Gefangenschaft gewandert war, der Prophet auf fremdländischem Boden, an fremdländischem Strome mitten unter der Golah sich befand, sich dort ihm die Himmel öffneten und auch dort die Gotteshand auf ihn kam! War ja die Thora mitgewandert, und wo das Gottesgesetz weilt, da ist die Gottesherrlichkeit nicht fern. Wohl war in dieser außerjüdischen Welt eben diesem Gottesgesetz kein Heiligtum erbaut und ebendarum hatte die Gottesherrlichkeit dort keine Stätte im irdischen Kreis der Menschen — וְעָ֥שׂוּ לִ֖י מִקְדָּ֑שׁ וְשָׁכַנְתִּ֖י בְּתוֹכָֽם[12] — allein dennoch sah er und siehe! wie aus Mitternachtsturm und Wolke, Feuer und Glanz, psychisch-physisch-geistiges Leben sich entfaltet, wie alles Lebendige auf allen Stufen der Entwicklung sich vereinigt um Träger des Thrones der göttlichen Herrlichkeit zu sein, wie da jegliches — im Dienste Gottes — in gerader Richtung zu dem Ziel wandelt, wohin der Geist es weist und nimmer abweicht in seinem Wandel — — „und da mich der Geist emporhob, hörte ich mir nach in lautem Sturme den Ruf: Die Herrlichkeit Gottes ist gesegnet, wo sie ihre Stätte nimmt!“[13]
Wollen wir es unseren Väter nicht danken, dass sie eben dieses Prophetenwort uns zu unserem Fest der Gesetzoffenbarung gereicht? Ist es ja eben dafür Bürge, dass auch im Exil כל מקום שגלו שכינה עמהם[14] überall wohin wir auch den wandernden Fuß des Verbannten setzen, Gottes Herrlichkeit uns begleite, überall wo wir in seinem Namen uns versammeln Er in seiner Herrlichkeit uns nahe und überall, wie ja der letzte Nachruf der sinaitischen Offenbarung lautet:
בְּכׇל־הַמָּקוֹם֙ אֲשֶׁ֣ר אַזְכִּ֣יר אֶת־שְׁמִ֔י אָב֥וֹא אֵלֶ֖יךָ וּבֵרַכְתִּֽיךָ
Überall wo ich meinen Namen nennen lasse komme Ich zu dir und segne dich![15]
Ist es ja eben dieses Bewusstsein, das unser Gesetzgebungsfest nicht zu einem Gedenkfest der Vergangenheit, sondern zu einem Weihefest für jegliche Gegenwart gestaltet, das auch jedem außerpalästinensischen Geschlecht den ewigen Gottesbund und die ewige Gottesnähe zuführt und eben dieses Gesetz für jede Zeit und jedes Geschlecht nicht als die Wurzel, aus welcher einst die „religiöse Bildung der Väter“ erblüht, sondern als den einzigen Boden, auf welchem jedes kommende Geschlecht zu stehen hat und als die einzige Bedingung begreifen lässt, an welche für jedes kommende Geschlecht die Segensnähe der Gottesherrlichkeit geknüpft ist.
O, dass ein Joschijahu unter uns aufstünde, dem der ganze Bruch unserer Zeit zu Herzen ginge, dem der ganze Abfall unseres Geschlechts von dem ewigen Gottesgesetz vor die Augen träte, der das ganze Unwesen in seiner Hohlheit und Verwerflichkeit zu würdigen wüsste, mit welchem eine jerobeamisch menaschehische Rückschrittsreform unsere Heiligtümer entweiht, unser Familienleben entgöttlicht, unser Geistes- und Gemütsleben entheiligt, die Heiligkeit unseres Gesetzes zum Gelächter gemacht und indem sie unserem Volk den göttlichen, einheitlichen, alle, alle in weitester Ferne und in zerstreutester Vereinzelung zusammenhaltenden Mittelpunkt eben in diesem Gottesgesetz entrissen, die alte Bamoth-Wirtschaft kläglichster Zerrissenheit wieder heraufbeschworen, in welcher אִישׁ בּוֹנֶה בָּמָה לְעַצְמוֹ[16] , in welcher jeder sich eine beliebige religiöse Weihe zusammenzimmert und in jeder Stadt, jedem Dorf, jedem Weiler ein gefirmeltes Schulmeisterlein sitzt, das für sich und seine Gemeinde ein modernes Heiligtümchen zurechtschneidet, je wie es den zufälligen Gelüsten und den soi disant[17] Ansichten und „Überzeugungen“ zusagt, und die Jugend für dieses Credo[18] seiner Mache mit Sinne bestechendem Firlefanz konfirmiert.
O, dass ein solcher es verstünde an dem Fest der Offenbarung unseres Gesetzes, im Anblick des blitzeumleuchteten, dampfenden Sinai-Gipfels, unter dem Zürnen der dahinrollenden Horeb-Donner das Volk wieder hinanzuführen zu Gott und seinem Gesetz und den alten Bund zu erneuern, Ihm, Ihm, Ihm, dem einzigen Ihm nachzuwandeln und seine Gebote, seine Zeugnisse und seine Gesetze mit ganzem Herzen und ganzer Seele zu hüten und die Bundes-Worte alle aufrecht zu halten, die in dem Gesetz verzeichnet sind, dessen Offenbarung Israel eben feiert.
Wir haben keine Chulda[19] und keinen Jeremias mehr, bei denen wir uns Rat einholen könnten über die nächste Zukunft, die unser wartet, nach dem Abfall, der in so erschreckenden Dimensionen sich in jüdischen Kreisen vollzogen.
Das aber wissen wir, das bezeugt uns unsere ganze mehr als dreitausendjährige Vergangenheit, das ruft uns mahnend jedes Blatt dieses unseres geoffenbarten Gesetzes zu: Wie auch die Zeiten sich gestalten mögen, kein Heil für uns, wenn nicht in voller, aufrichtiger unverklausulierter Rückkehr zu diesem ganzen Gesetz!
Vergebens rühmt sich unsere Zeit schönerer, zierlicherer Tempel, vergebens harmonischer gefügter, musikalischer Choräle, vergebens stilgewandterer, formgerechterer Predigten — von allem dem weiß das Gesetz, dessen Offenbarung wir feiern, nichts, nichts von einer mit ein Paar Minuten andächtiger Tempelrührung erfüllten Rechnungsabfindung mit Gott. Seine Erfüllung fordert es, Erfüllung seiner Gebote, Zeugnisse und Gesetze, Erfüllung derselben mit ganzem Herzen, ganzer Seele und allem Vermögen. Und so wir dieser Erfüllung nicht unsere Häuser, unsere Ehen, unsere Familien, unsere Kinder, unser Geschäft, unsere Mahlzeiten, unser Freud und Leid, unser ganzes Dasein in- und außerhalb der Tempeln hingeben; so unsere Tempel und unser Gottesdienst nicht bloß Vorbereitung, Rüst und Weihe sein sollen für den Dienst Gottes in einem gesetzestreuen Leben außerhalb des Tempels; so wir im Tempel nicht den Bund mit dem Gesetz erneuern, sondern der Tempelbesuch Stellvertreter der Gesetzerfüllung sein, und uns von unseren Tempelministranten den Tempelgottesdienst nicht als Mittel und Vorbereitung für den eigentlichen Bundesgottesdienst des Lebens, sondern als das All und die Summe, als Inhalt und Blüte unseres ganzen Bundes mit Gott ausschwatzen lassen wollen: ist dies dann nicht ganz wieder die alte heillose heidnische Überschätzung des Tempels und seines Gottesdienstes, gegen welche schon so manches alte Wort des jüdischen Geistes und der Gottesbotschaft aus dem Munde der Propheten gesprochen wurde?
Wenn Aßaf[20] heutigen Tages wieder aufstünde, wenn er am Tag unseres Offenbarungsfestes unsere zur Konfirmation der Jugend festlich geschmückten modernen Tempel beträte, würde seinen Lippen ein anderes als sein ק’ל אלקים ה‘ דבר[21] , entströmen?
Gott, Gott, Gott sprach schon als er die Erde rief
Von Sonnen-Aufgang bis zum Niedergang;
Auch aus Zion der Schönheit Fülle,
Ist schon Gott erschienen.
Er wird wieder kommen, unser Gott, und wird nicht schweigen, —
Zehrend Feuer um ihn her,
Rings um ihn stürmend Beben.
Wird zum Himmel rufen aus der Höh‘
Und zur Erde, sein Volk zu richten:
„Sammelt meine Frommen mir,
Die meinen Bund beim Opfer schließen!“
Und die Himmel verkünden dann sein Recht,
Denn Gott ist Richter, Sela.
Hör‘ mein Volk, ich will reden,
Israel, ich will zeugen wider dich!
Nicht um deine Opfer weis‘ ich dich zu rechte,
Deine Opfer — sind ja ununterbrochen vor mir!
- — — — —
Huldigung opfere Gott
Und löse dem Höchsten dein Gelübde,
Dann ruf mich an am Tage der Not,
Ich rette dich und du ehrest mich.
Aber zum Gesetzlosen spricht Gott:
Wie ziemt es dir meine Gesetze zu erzählen
Und meinen Bund in deinem Mund zu tragen?
Du hassest ja die Fessel
Und wirfst meine Worte hinter dich!
Merkt doch dies, ihr Gottvergessenen,
Dass ich nicht rettungslos vernichte:
Nur wer Huldigung opfert
Ehret mich,
Und nur wer darauf seinen Wandel gründet,
Den lasse ich schauen das Gottesheil!
In der Tat dürfte sich schwer begreifen lassen, wie in unseren modernen Tempeln am Tage des Gesetzoffenbarungsfestes auch nur die Zehngebote vorgelesen und auf die Zehngebote die Jugend konfirmiert werden konnte, in diesen Tempeln, in welchen nicht die Unterwerfung des Lebens unter das Gesetz, sondern die Akkommodation[22] des Gesetzes an das Leben als leitendes Prinzip dasteht und selbst die Zehngebote — im jüdischen Kreis keine höhere Geltung als alle übrigen Gesetze beanspruchend — nicht ohne jesuitische Reservatio mentalis[23] als Gottes Gebot gelehrt werden können.
Ist nicht das Gebot der Sabbatheiligung eins dieser Zehngebote? Und wie muss nun der jüdische „Geistliche“, der den Ansichten, den „Überzeugungen“ seiner Gemeinde, aufrichtig gesprochen, den Anforderungen des gesellschaftlichen Lebens Rechnung tragen will, wie muss er dieses Gebot mit jesuitischen Vorbehalten ausstatten, welch künstlichen Manipulationen mit „Wenn“ und „Aber“, „Freilich“ und „Jedoch“ muss er es unterwerfen, bis er dieses Gebot, das nicht weniger als den Stillstand unseres ganzen arbeitenden und geschäftlichen Lebens von uns für die 24 Sabbatstunden fordert, bis er es zu den paar Stunden Tempelandacht mit obligater Predigt und Choralgesang herunterbringt! Wollt ihr euren Katechumenen und Konfirmanden, euren „andächtigen Zuhörern und Zuhörerinnen“ dieselben jesuitischen Vorbehalte und Klauseln, dieselben das Gottesgesetz zur wächsernen Spielpuppe herabwürdigenden Manipulationen auch bei dem Verbot des Meineids, das vorangeht und dem Gebot der Elternehre, den Verboten des Mordes, des Ehebruchs, des Diebstahls, des falschen Zeugnisses, die ihm folgen, gestatten? Und was wollt ihr tun, wenn sie euch in „heiligster Stunde der Weihe“ lediglich die Kunst abgelernt haben, wie man heiligsten, unzweideutigsten Gottes geboten irgend einen Zwickel andichtet, mit dem man sie, je wie es bequem ist, bei Seite schiebt, wie man sich für heilige Gewissenspflichten das bequemste Ruhekissen mit Rücksicht auf die Anforderungen des Lebens, der Zeit, der Mode, auf wirkliche und eingebildete Lebensbedürfnisse usw. zurechtlegt, wenn sie euch diese Kunst im Stillen abgelernt für Pflichten für die ihr es nicht gemeint, was wollt ihr tun?! Denn, dass Gott, den ihr doch am Schawuotfest als den Geber der Zehngebote preist, dass Gott das Sabbatgebot, und zwar eben in dem Untersagen jeglichen Werkes, etwa weniger ernst als die übrigen Gebote gemeint, das könnt ihr doch im Ernst nicht meinen und auch euere Katechumenen im Ernst nicht glauben. Ihr könnt, bei aller Unkunde des heiligen Textes, die ihr bei ihnen großzieht, ihnen ja doch einmal den Einblick in eine übersetzte Bibel nicht hindern. Und mit höchster diesseitiger und jenseitiger Strafe, mit Steinigungstod und Extermination lesen sie in ihrer Bibel die Entweihung des Sabbats bedroht und von allen anderen Todesstrafen finden sie nur zwei im Pentateuch ausgeführt — den Sabbatschänder und Gotteslästerer, — und was hatte der arme Sabbatschänder getan? War er zur Predigt ausgeblieben? Hatte er eine falsche Note im Chor gesungen? Hatte er gegen die „Synagogenordnung“ verstoßen? Nein! Er hatte ein paar Reiser auf dem Feld aufgelesen!! Das steht auch in der Thora, aus deren Göttlichkeit ihr eure Jugend „konfirmiert“ — —
Das war wahrlich nicht der Sinn des alten “ נַעֲשֶׂה וְנִשְׁמַע “ mit welchem unsere Väter am allerersten Schawuotfest in den Gottesbund zur Thora traten, dass sie oder ihre Söhne und Enkel jeder- zeit כָּל אֲשֶׁר דָּבָר ה‘ , alles, was Gott geboten, erst vor das Forum ihrer Klugheit und Neigung, ihrer Einsicht und Ansicht laden und die alte ewige Verfassungsurkunde immer einer Revision unterziehen sollten um in Hinblick aus Zeit und Umstände, aus Lage und Verhältnis zu bestimmen was und wie viel noch von den Gesetzen Gottes zur Geltung zu kommen habe oder nicht.
Das war nicht der jüdische „Leichtsinn“, um welchen die Heiden die Juden das עַמָּא פְּזִיזָא , das leichtfertige Volk schalten, das den Mund versprechen ließ, ohne dass das Ohr vernommen und geprüft, der aber in den Augen unserer Weisen eben Israel in den Chor der Gott dienenden Genien hob, die, גִּבֹּרֵי כֹחַ עֹשֵׂי דְבָרוֹ לִשְׁמֹעַ בְּקוֹל דְּבָרוֹ[24] , die „kraftgerüstet sein Wort vollstrecken um seinem Worte gehorsam zu sein,“ die, wie Jesaias sie schaute, mit zwei Flügeln sich das Angesicht, mit zweien die Füße sich verhüllen und mit zweien dahin fliegen, im Dienste Gottes nicht fragen wo sie stehen, nicht fragen wohin es führt, Aug und Fuß verhüllt dahin eilen, wohin Gott sie ruft, die wie Jecheskel sie geschaut „geraden Fußes vor Gott stehen“, und wohin sein Geist sie weist dorthin wandeln und nimmer abweichen von ihrem Gange — das ist vielmehr die ganze heidnische Weisheit, die das Gottesgebot an den Menschen nicht kennt und nur dem Gott und seinem Orakel in der Menschenbrust lauscht — —
Das war endlich nicht der Sinn jener seligen Verheißung, mit welcher Gott uns am Sinai entließ בְּכׇל־הַמָּקוֹם֙ אֲשֶׁ֣ר אַזְכִּ֣יר אֶת־שְׁמִ֔י אָב֥וֹא אֵלֶ֖יךָ וּבֵרַכְתִּֽיךָ[25], es gleichgültig wäre, wie und wo und womit wir uns zu Gott erheben würden, dass — wie das so gerne von den Orakeln unserer modernen heidnischen Weisheit gepredigt wird — dass auf die andächtige Regung allein alles ankomme, alles Übrige nur Form, nur gleichgültige und gleichgeltende Form sei, die der Mensch nach seiner jeweiligen Bildungsstufe und seinem jeweiligen religiösen Bedürfnis sich zu erfinden habe, „Gott komme überall wo wir seinen Namen nennen“ — dass Gott mit dieser letzten Verheißung sein ganzes Gesetz wieder über den Haufen und uns wieder in die Subjektivität unseres eigenen, jeweiligen, heidnischen Beliebens zurückgeworfen — אֲשֶׁר תַּזְכִּיר אֶת שְׁמִי אֵין כָּתוּב כַּאן אֶלָּא בְּכָל מָּקוֹם אֲשֶׁר אַזְכִּיר[26] , mahnt schon Rabbi Jochanan im Jeruschalmi Berachoth IV. „Nicht überall, wo du meinen Namen nennst, heißt es, sondern überall wo ich meinen Namen nenne, wo ich es bin, der ich dich meinen Namen nennen lasse, wo du meinen Namen in meinem Geheiß, nach meinem Willen nennst, wo nicht das subjektive Belieben, wo der Gehorsam dich leitet —: da komme ich zu dir und segne dich.
Und alle unsere Tempel, alle unsere Feier, alle unsere Chöre und Gesänge, alle unsere Feste und gottesdienstlichen Veranstaltungen nützen alle nichts, so wir nicht zu diesem ersten Gehorsam zurückkehren, mit welchem wir einst das Gottesgesetz empfingen.
Als es uns ward, da mussten wir uns reinigen und heiligen und unsere Kleider wechseln, mussten erst andere Menschen werden und aus der Subjektivität des Heidentums in die Dahingebung an den Dienst Gottes treten. In unnahbarer Höhe ward uns das Gesetz gezeigt, das uns gegeben werden sollte. Es ward das Volk, es wurden vor allem unsere Priester, die am nächsten zu Gott hintraten, gewarnt, die Grenze nicht zu überschreiten, ihrer Stellung bewusst zu bleiben, die ihnen Gott und seinem heiligen Gesetz gegenüber angewiesen ist „! יִתְקַדְּשׁוּ [27]“ heißt diese Stellung. An die eigene Heiligung, an die eigene Vervollkommnung durch das Gesetz und zur Höhe des Gesetzes hin sind sie gewiesen, nicht aber dem Gesetz eine Weihe, eine Vollendung, eine fortschreitende Verbesserung zu bringen. Die Priester wie das Volk standen zurück als Gott das Gesetz gab. Priester wie Volk empfingen das Gesetz. Es war keine Religion ihrer Mache und wird nimmer eine solche werden[28].
Und schritte der Abfall vom göttlichen Gesetz auch noch weiter im jüdischen Kreis, erstünde auch ein Menascheh wieder in unseren Zeiten, der mit prinzipiellem Fanatismus dem göttlichen Gesetze den Untergang in Israel geschworen, würde die Zerfahrenheit auch noch größer, dass jedes Haus sich eine Beneige amah[29] des Abfalls erbaute, unsere Tempel Altäre des Baal empfingen und unsere Jugend dem heidnischen Feuer der Sinnlichkeit und des Wahns verfiele: so lange es nicht gelingt die Bücher des göttlichen Gesetzes bis auf das letzte Exemplar zu vernichten, so lange ist die Sache dieses ewigen Gesetzes gerettet. Ein Buch bleibt übrig und das findet seinen Joschijahu. Der liest es und liest den ganzen Ernst und die ganze göttliche Wahrheit, die die Baalskünste unserer Pfaffen unserem Geschlecht entzogen, unserem Geschlecht entstellt, und es geht ihm zu Herzen und er steht auf für Gott und sein heiliges Gesetz in Israel und es sammelt sich das ganze Volk um ihn und tritt wieder neu ein in den Bund des Gesetzes. Keine dreißig Jahre vergehen — das äußere Geschick geht an den bitteren Früchten des Abfalls zu Grunde — aber das Gottesgesetz und Israel für das Gottesgesetz ist gerettet — und es öffnen sich die Himmel und mitten in der Zerstreuung ist Gott uns nahe — und welche Stürme auch kommen, mitten durch die Stürme der Zeiten trägt uns der Geist, tönt uns der Ruf:
בָּרוּךְ כְּבוֹד ה׳ מִמְּקוֹמוֹ ![30]
[1] KI: Der Kebar (auch Chebar) ist ein in der Bibel (Jecheskel 1:1) erwähnter „Strom“ oder Kanal im antiken Babylonien (Land der Chaldäer), an dem jüdische Exilanten lebten.
[2] Jecheskel 1:1
[3] KI: Chilkijahu (auch Hilkija, hebräisch Ḥilqiyyāhû) war Hohepriester im antiken Juda im Tempel von Jerusalem unter der Herrschaft von König Josia (ca. 640–609 v. Chr.). Chilkijahu wird besonders bekannt durch den Fund des „Buches der Tora“ (Gesetzbuch) im Tempel, was eine zentrale Rolle bei den religiösen Reformen des Königs Josia spielte. Er wirkte in der Zeit der letzten sieben Könige Judas, insbesondere im 13. Regierungsjahr des Josia (ca. 627 v. Chr. wird als Beginn der prophetischen Wirksamkeit in diesem Kontext genannt).
[4] Wikipedia: Joschija oder Josia (auch Josias; hebräisch יֹאשִׁיָּהוּ Jôšijjā́hû; * um 647; † 609 v. Chr.) war von 640 bis 609 v. Chr. König des Reiches Juda (Südreich) aus der Dynastie der Davididen in der Königszeit Israels. Er war einer der prägendsten Gestalten in der Religionsgeschichte Israels.
[5] Das war im Jahr 1858, heute wäre es der 3337. Geburtstag. Nach Isaac Breuer war der erste Schawuoth 1320 Jahre vor der Zeitrechnung. (Kampf um Gott; Seite 148)
[6] KI: Die Redewendung „Hofluft schnuppern“ oder sich im „Kreis der Hofluft“ bewegen, bezieht sich metaphorisch auf die Nähe zu Machtzentren, elitären Kreisen oder einflussreichen Personen. Es beschreibt das Bestreben, Teil einer privilegierten Gesellschaft zu sein oder zumindest deren Atmosphäre zu erleben, oft verbunden mit dem Wunsch nach sozialem Aufstieg, Prestige oder Einflussnahme.
[7] Wikipedia: König Manasse (hebräisch מְנַשֶּׁה Menashe; * um 708 v. Chr.; † um 642 oder 641 v. Chr., regierte zwischen 696/95 und 642/41 v. Chr. das Südreich Juda.
[8] Das opfern auf und in persönlich individuell eingerichteten Opferstätten – nicht Teilnahme an den Opferungen zu den Wallfahrtsfeiertagen usw.
[9] Jecheskel 17:4; Du wirst durch dein eigenes Handeln das Erbe verlieren, das ich dir gegeben habe;
[10] „Wir werden tun und hören“; Exodus 24:7
[11] Wikipedia: Zedekia oder Zidkija (hebräisch צִדְקִיָּהוּ ṣidqîjāhû, deutsch Gott ist (meine) Gerechtigkeit‘; * 618; † nach 586 v. Chr.) war der letzte König des Reiches Juda (Südreich) in der Königszeit Israels. Er hieß als dritter Sohn Josias ursprünglich Mataniah. Der babylonische König Nebukadnezar II. änderte Mataniahs Namen nach der Inthronisierung in Zedekia.
[12] Exodus 25:8; „Sie sollen mir ein Heiligtum schaffen, so werde ich unter ihnen wohnen.“ (Übersetzung Rabbiner S.R. Hirsch)
[13] Jecheskel 3:12
[14] Megilla 29a: שֶׁבְּכָל מָקוֹם שֶׁגָּלוּ — שְׁכִינָה עִמָּהֶן „denn wohin sie auch verbannt wurden, war die Göttlichkeit immer bei ihnen.“ (Übersetzung L. Goldschmidt)
[15] Exodus 20:21
[16] Jeder baut sich seine „Bama“ selbst
[17] angeblich
[18] Glaubenssatz, Bekenntnis, Grundsatz, Prinzip, Überzeugung
[19] Wikipedia: Nach 2 Kön 22,8–20 EU und 2 Chr 34,22–28 EU war Hulda die Frau Schallums. Sie lebte in Jerusalem während der Herrschaft des Königs Joschija von Juda und war eine Prophetin. Als man Joschija aus dem „Buch des Gesetzes“, das von dem Hohenpriester Hilkija während der Ausbesserungsarbeiten am Tempel gefunden worden war, vorlas, entsandte er eine Abordnung, um Gott zu befragen. Die Delegation wandte sich an Hulda, die daraufhin in prophetischer Rede ein zweiteiliges Wort Gottes ausrichtete. Zunächst wurde in einer Unheilsprophezeiung angekündigt, dass wegen ihres Ungehorsams all das im „Buch“ beschriebene Unglück über die abtrünnige Nation kommen werde. Im zweiten Teil übermittelte Hulda die persönliche Heilszusage an Joschija, wonach er das Unglück nicht mit ansehen müsse, da er sich vor Gott gedemütigt habe. Er werde sich mit seinen Vorvätern vereinen und in Frieden begraben werden.
[20] Asaf, auch Asaph, ist in der Bibel ein Gesangsmeister Davids und der Ahnherr einer nachexilischen Sängergilde.
[21] Psalm 50
[22] Anpassung
[23] KI: Reservatio mentalis (lateinisch für „geistiger Vorbehalt“) bezeichnet einen geheimen Vorbehalt, bei dem eine Person eine Willenserklärung abgibt, aber innerlich eine abweichende Absicht verfolgt, ohne dies dem Empfänger mitzuteilen.
[24] Psalm 103:20
[25] Exodus 20:21; „an jedem Orte, wo ich meines Namens gedacht wissen will, werde ich zu dir kommen und dich segnen.“ (Übersetzung Rabbiner S.R. Hirsch)
[26] Jeruschalmi Berachot 4:4; Es heißt nicht „wo du es erwähnen wirst“, sondern „an jedem Ort, wo ich meinen Namen erwähnen lassen werde“.
[27] Macht euch heilig!
[28] Siehe Leitmotiv unserer Broschüre: Das Judentum ist keine Religion (Umschlagseite)
[29] jedes Haus würde sich eine eigene (heidnische) Kultstätte / Opferhöhe des Abfalls errichten
[30] Gepriesen sei die Herrlichkeit des Herrn von seinem Ort aus.
