Den nachfolgenden Artikel von P.K.[1] habe ich der Zeitschrift „Nachalat Zwi“, 4. Jahrgang, Heft 5-6, Februar 1934 gefunden. An beiden Feiertagen kommt der Erlösungsgedanke zum Ausdruck den der Autor hier vergleichend bearbeitet. Der Autor stellt aber auch den Bezug auf die Gegenwart (NS-Zeit 1934!) her.
Der Text wurde dem heutigen Sprachgebrauch leicht angepasst und mit Erklärungen versehen von Michael Bleiberg. Das Original finden Sie in der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main unter:
https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pagetext/2552937
Für den schnellen Leser habe ich über KI eine Zusammenfassung und Analyse des Textes anfertigen lassen, die den Artikel auch in dem zeitlichen Rahmen (NS-Zeit, 1934!) betrachtet.
Der Beitrag ist ein klassischer, polemischer Essay der neo-orthodoxen (Austritts-)Orthodoxie der Hirsch-Breuer-Tradition in der frühen NS-Zeit: theologisch-historisch, kritisch gegenüber Liberalismus, Zionismus und Assimilation, mit einem starken Appell an die „Thoratreue“ (strenge Tora-Treue).
Gesamtthema und zentrale These
Der Autor kontrastiert zwei Modelle jüdischer Erlösung (Geula):
- Purim (Susa/Persien): Schnelle, einheitliche, gläubige Unterwerfung unter Gottes Willen → Sofortige Rettung durch kollektive Hingabe („קיימו וקבלו“ – sie nahmen es an und akzeptierten es freiwillig, Ester 9:27). Das ganze Volk (inkl. „hoffähige Neologen“) akzeptiert die Führung durch „Thorajuden“ (Mordechai/Esther) ohne Vorbehalte.
- Peßach (Ägypten): Langsame, qualvolle, von Spannungen und Rückschlägen geprägte Erlösung → Viele Juden lehnen anfangs die göttliche (nicht pharaonische) Führung ab, wollen Emanzipation „von Pharaos Gnaden“, bleiben zurück, werden „hoffähig“ und kollaborieren sogar mit dem Feind.
Der Unterschied liegt in der inneren Haltung des Volkes:
- In Susa: Volle, demütige Akzeptanz Gottes und seiner Führer (auch wenn „altfränkisch/unmodern“) → Einheit und schnelle Erlösung.
- In Ägypten: Widerstand gegen reine Gottesherrschaft, Vorliebe für säkulare/äußere Lösungen, Groll gegen Moses → Verlängertes Leiden als Erziehungswerk.
Diese Dualität dient als Spiegel für die Gegenwart (1934): Die jüdische Gemeinde in Deutschland (und Palästina) wiederholt das ägyptische Modell – Sehnsucht nach Assimilation, Ablehnung der „Altgläubigkeit“ (Orthodoxie), Zerstörung orthodoxer Erziehungswerke durch Liberale und Zionisten.
Struktur und Hauptteile
- Einleitung und Fragestellung Nicht die kalendarische Zwischenzeit, sondern der qualitative Unterschied der Erlösungsprozesse (schnell vs. langwierig).
- Die ägyptische Szene Midrasch-ähnliche Erzählung: Einige Juden bleiben zurück, wollen Emanzipation ohne Gott/Moses, kollaborieren mit Pharao. Später: Rückschläge (z. B. bei Mara), ständige Klagen, wirtschaftliche statt religiöse Erwartungen an Führer.
- Die susanische Szene Einheit durch Glauben: Alle unterwerfen sich, auch die assimilierten. Ergebnis: Erfüllung des „Einheitstraums“.
- Aktuelle Parallelen (1930er Jahre)
- Keine echte „Renaissance des Religiösen“ in Deutschland, da keine Anerkennung des Thora-Primats.
- Liberale/Zionisten zerstören orthodoxe Institutionen.
- In Palästina: „Zerrbild einer Erlösung“ ohne messianische Weihe, Sabbathentweihung, säkulare Mittel (wie bei den „Ephraimsöhnen Seved und Schuselach“ – Midrasch-Referenz auf verfrühte, gewaltsame Rückkehr).
- Appell: Wenn Gott das „Ghetto“ wieder auferlegt, sollen die Orthodoxen wenigstens „susanische Grundtöne“ (Einheit unter Thora) mitbringen.
- Pflicht des Vergessens und Erinnerns
- Purim: Vergessen der Feinde/Ägypten als Dank (Freude trotz Leid).
- Beide Feste: Erinnerungspflicht („Zachor“-Gebot).
- Susa als Wiederholung der Sinaioffenbarung (Kabbalat ha-Tora, Demut vor Gott).
- Schluss: Appell an die Thoratreue Die endgültige Erlösung wird langsam kommen (wie Peßach), orientiert an biblischen Vorbildern. Frage: Ist die Orthodoxie bereit, Verantwortung zu übernehmen? Rückkehr zum Anfang: Verständnis für „zagende Seelen“, die Esther (Leid ohne sichtbare Erlösung) und Mordechai (zarte, heilige Düfte/Feuer) in der Thora symbolisieren. Die Thoratreue muß und wird diese sensiblen Regungen verstehen.
Stil, Ton und Kontext 1934
- Ton: Mahnend, kritisch, fast verzweifelt-polemisch gegenüber Liberalen, Zionisten und assimilatorischen Tendenzen. Stark anti-zionistisch (Palästina als „Zerrbild“ ohne Thora-Führung), anti-liberal („Neologen“, „Altgläubigkeit“-Feinde).
- Stil: Dicht, mit Midraschim (z. B. zu Zurückbleibenden in Ägypten, Ephraimsöhne, Sinaioffenbarung in Susa aus Shabbat 88a), Bibelzitaten, hebräischen Begriffen. Typisch für Nachalat Zwi: intellektuell, erbaulich, aber mit scharfer Gemeindekritik.
- Historischer Hintergrund: 1934 – ein Jahr nach NS-Machtübernahme. Viele Juden hofften auf „Emanzipation“ oder Auswanderung, Orthodoxe (bes. Frankfurter Hirsch-Kreis) sahen darin Gefahr der Assimilation. Der Text ist ein Aufruf zur inneren Einheit unter Thora, statt säkularer Lösungen.
Kurz gesagt: Der Aufsatz ist keine reine Festbetrachtung, sondern eine theologische Gesellschaftskritik – Purim als Ideal der demütigen Einheit, Peßach als Warnung vor halber Hingabe. Die „zagenden Seelen“ am Ende sind die Leser, die vielleicht zweifeln oder leiden, aber von der Orthodoxie verstanden und geführt werden sollen.
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Wir meinen nicht etwa die Zeitspanne der vier Wochen, die zwischen diesen beiden Zeiten abläuft, wir haben eine andere Frage im Auge.
Warum in Susa diese plötzliche Lösung der bangen Frage, warum in Ägypten diese langausholende, für die Beteiligten fast unerträgliche Spannung bis zur Stunde des Auszuges? Nicht als ob wir so vermessen wären, des Allmächtigen Wege restlos erforschen zu wollen. Nur anhand der Gedankengänge alt- jüdischen Schrifttums möge der Unterschied klargelegt werden.
Da gibt es eine Mitteilung, die zu denken gibt. Es wird erzählt, zwei Juden machten den Auszug anfänglich gar nicht mit. Sie blieben zurück. Ja, eine Emanzipation von Pharaos Gnaden hätten sie gerne, leidenschaftlich gerne mitgemacht, als Pharaos Mandatare an die Spitze des Volkes zu kommen, das hätte ihren glühenden Wünschen entsprochen; aber eine Erlösung, die im Namen des Allmächtigen gefordert und erzwungen ward, das behagte ihnen nicht, doppelt nicht, als sie sahen, dass nun gar einer dieser altfränkischen, unmodernen Menschen das Volk führte. Sie blieben also zunächst zurück, und was taten sie? Sie wurden hoffähig, und sie zuckten nicht mit den Wimpern, als Pharao ihnen die Mitteilung machte, man habe beschlossen, mit Israel aufs Neue abzurechnen.
In Susa war es anders. Als da schlicht dem Volke gesagt wurde, Bettung könne nur vom Lenker aller Geschicke kommen, da glaubten sie daran, alle, Mann, Weib und Kind, und unterstellten ihr ganzes Leben diesem Gedanken. Sie suchten nicht nach anderen Wegen und unterwarfen sich alle, selbst die hoffähigen Neologen, die gestern noch stolz darauf gewesen waren, von Ahasver zur Tafel gezogen zu werden, obwohl die Führung in die Hände eines Thorajuden geglitten war. So ward der Einheitstraum der Juden Persiens erfüllt. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen Purim und Peßach.
Wenn wir im weiteren Verlauf der Geschichte so oft der Tatsache einer Sehnsucht nach Ägypten begegnen, so wirft auch dies ein Licht auf die innere Verfassung während des Aufenthaltes in Ägypten. Viele gab es, denen die Gottesferne behagte und welche dieselbe gern in Kauf nahmen. Namentlich als dem ersten Auftreten Moses’ nicht die unmittelbare Erlösung folgte. Die Erlösung war ein Erziehungswerk, dessen volles Resultat sich zunächst nur 10 Tage lang wirksam zeigte. Denn schon bei Mara begann des Volkes Einstellung gegen den Führer Moses. Schon damals meinte man, der religiöse Führer müßte auch die wirtschaftlichen Probleme lösen.
Es liegt sehr nahe, eine Parallele zu unseren Tagen zu ziehen. Man spricht so viel von einer Renaissance des religiösen Elementes innerhalb der deutschen Judenheit. Leider trifft das nicht zu. Denn die natürliche Folge eines solchen Zustandes wäre die restlose Anerkennung des Primates der Thora in allen jüdischen Belangen. Wie würde wohl ein Diktat Esthers und Mordechais von unseren Zeitgenossen aufgenommen werden? Wissen wir denn nicht, daß gerade das Gegenteil der Fall ist? Wissen wir denn nicht, daß Feinde und Gegner der ״Altgläubigkeit״ hurtig und emsig am Werke sind? Was die Orthodoxie mit unsäglichen Opfern an Erziehungswerken aufgebaut hat, man sucht es ihr zu zerstören oder zu entwinden. Ganz einerlei, welcher Erfolg ihm beschieden ist, es müsste die Tatsache dieses Versuches allein genügen, um wenigstens der Orthodoxie die Augen zu öffnen, die sich nur all- zu gerne von der Einheitssymphonie der Liberalen und Zionisten betören ließ. Wenn es im Erziehungsplane des Allmächtigen steht, den jüdischen Menschen die Rückkehr in das Ghetto aufzuerlegen, dann sollte der spätere Historiker wenigstens darlegen können, was diese „revenants[2]“ nun eigentlich in das Ghetto mitgebracht haben. In jeder Golah gibt es Geula-Auftakte. Und es wäre ein Erlösungsmoment sondergleichen, wenn susanische Grundtöne dabei mitschwingen würden.
Die Vorgänge in Palästina sind allzu sehr von ägyptischen Erinnerungen beherrscht. Es gab schlechterdings noch keine Periode in der jüdischen Geschichte, in der die mit Palästina unlöslich verbundene messianische Gedankenweihe so außer Acht gelassen wurde. Das ist es ja, was die Thoratreuen so sehr schmerzt, dieses Zerrbild einer ״ Erlösung“. Da erinnert man sich unwillkürlich der Ephraimsöhne Seved und Schuselach, die da glaubten, mit den säkularen Mitteln ihrer Zeit Palästina erobern zu können[3]. Wenn je, so hätte in diesem Aufschwung die Führung der Thoratreue anvertraut werden müssen. Wenn also die Altgläubigen, der alte Jischuw und seine Gesinnungsgenossen, die Sabbathentweihung und ähnliche Irrungen auf heiligem Boden so sehr bedauern, so ist es nicht sowohl der Schmerz über die Thorauntreue einzelner, sondern vielmehr die entsetzenerregende Gewissheit, dass wieder einmal eine Frage des Allmächtigen an sein Volk nicht verstanden wurde. —-
Beide Bilder, beide Erlösungsformen zeigt uns die Vergangenheit, Susa und Ägypten; beiden gemeinsam ist eine Pflicht — das Vergessen, künstlich herbeigeführt am Purim, also, dass ein erheitertes Gemüt sogar der Menschen, die damals eine Rolle spielten, in ihrem Einfluss auf den Gang der Ereignisse vergessen soll, als Dankbarkeitspflicht, sogar gegen Ägypten in dem Kreis der Mizwoth, welche sich an den Aufenthalt in Ägypten anschließen.
Einen scharfen Kontrast hierzu bildet bei beiden die Pflicht der Erinnerung. Es ist seltsam dieser große Zug in Ägypten, und in Susa diese Bindung aller Geschlechter für alle Ewigkeit. Der liest sich so schlicht, das: קַיְּמוּ וְקַבְּלוּ (Ester IX, 27) „Zustimmend nehmen es die Juden auf sich und ihre Nachkommen“. 2500 Jahre hat es sich bewährt bisher. Es war, als ob Moses wieder auferstanden wäre, der Moses, der zum Volke sprach: (Ex. XII, 24) Wahret diese Norm für Euch und Eure Kinder in Ewigkeit. Fast 3500 Jahre hat es sich bisher bewährt. In unzähligen Variationen hat sich bisher das ägyptische Epos und das susanische Drama wiederholt, ob es Teile des jüdischen Volkes, wie in Susa, ob das ganze, wie in Ägypten, traf. Die Stetigkeit der Erinnerung gab allen stets Mut und sieghafte Kraft. Indessen hat diese Bewährung noch eine sehr ernste Seite. Allezeit, wenn im Laufe der geschichtlichen Entwicklung Umwälzungen und Umstellungen erfolgen, ist für das jüdische Volk die Gefahr groß in Bezug auf seine innere Einstellung zu seiner Geschichte. Was aber geschah in Susa? Wie alte Kunde (Sabbat 88a) meldet, war es eine Wiederholung der Unterstellung alles Wollens unter das Diktat der Sinaistunde, eine Wiederholung des ergreifenden Augenblicks, in dem einst in Ägypten ein ganzes Volk in demütiger Haltung im Morgenrot seiner Freiheit sich an den Willen des Schöpfers band. Man sagt im Allgemeinen, man wisse so wenig von der inneren Haltung der Juden während der langwährenden ägyptischen Periode. Wenn wir aber bedenken, dass damals, als das erste Echo der Verheißung an sein Ohr drang, das Volk „sich neigte und bückte“, und dass derselbe Akt sich wiederholte, als es, noch im Banne Pharaos, jene Bindung auf sich nahm, die aus dem Peßach Ägyptens ein Peßach aller Geschlechter machte, dann liegt die Seele unserer Ahnen klar vor uns, und es wundert uns gar nicht mehr, wenn die Erlösung in Susa mit dem Fasten Esthers begann und in einem Neuerlebnis der Sinaistunde ausklang.
Was aber, so fragt man, soll all dieses rückblickende Betrachten? Ist es an der Zeit, sich ihm müßig hinzugeben, und heischt der Augenblick nicht erlösende Tat? Vielleicht aber werden wir leichter verstanden, wenn wir daran erinnern, dass nach der Auffassung unserer Weisen s. A. die endgültige Erlösung, welche in gleicher Weise Israel und die ganze Menschheit umfassen wird, sich in langsamer, allmählicher Weise entwickeln wird, dass also die großen Momente der Geschichte sich an dem Vorbild der Peßacherinneruugen orientieren werden.
So vieles ist versucht worden, warum sollte eigentlich die Judenheit nicht einmal wieder auch den Weg zu gehen sich bereit erklären, welcher die gemeinsame Note von Susa und Ägypten darstellt?
Ist aber die Thoratreue auch bereit, die Verantwortung zu übernehmen? Von Purim bis Peßach, von Peßach bis Purim branden die Erinnerungen an unserem Gemüt. Wissen wir denn, wie viele zagende Seelen auf uns warten? Sie sind zu keusch, als dass sie ihrer Sehnsucht Ausdruck verleihen könnten. Wir wollen sie verstehen, vielleicht an der Hand einer alten Deutung, welche besagt, dass Esther in der Thora selbst dort zu finden sei, wo dem äußeren Anschein nach schweres Leid vergebens nach Erlösung schreit, Mordechai hingegen dort, wo von den feinsten, zartesten Duftwellen die Rede ist, die getragen vom heiligen Feuer sich ausbreiten.
Wir wiederholen, die Thoratreue muss, die Thoratreue wird die zartesten Regungen jüdischer Seelen verstehen. P.K
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Grok: Pinchas Katz (manchmal auch Pinkus Katz oder P. Katz geschrieben) war ein orthodoxer Rabbiner und Gelehrter aus dem Umfeld der streng neo-orthodoxen Frankfurter Gemeinde (Israelitische Religionsgesellschaft / Austrittsorthodoxie) in den 1930er Jahren.
Er gehörte zum engeren Kreis der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft (der Trägerin der Zeitschrift Nachalat Zwi) und publizierte in den 1930er Jahren mehrmals unter den Initialen P. K. in dieser Zeitschrift – darunter eben der hier genannte Aufsatz „Zwischen Purim und Peßach“ (Jahrgang 4, Heft 5/6, Februar 1934).
Leider ist über ihn biographisch sehr wenig öffentlich dokumentiert. Es gibt keine ausführliche Biografie, keinen Eintrag in der Encyclopaedia Judaica und keine größere Erwähnung in der Standardliteratur zur deutschen Orthodoxie der NS-Zeit. Das ist typisch für viele mittlere Gelehrte und Gemeinderabbiner dieser kleinen, aber intellektuell hochstehenden Frankfurter Breuer-/Hirsch-Gruppe: Die prominenten Namen (Joseph Breuer, Isaac Breuer, Raphael Breuer, Moses Marcus, Esriel Hildesheimer usw.) sind bekannt, die „zweite Reihe“ (zu der P. K. / Pinchas Katz gehörte) taucht fast nur in den Zeitschriften selbst oder in internen Gemeindeunterlagen auf.
Bekannte Fakten/Geburten-Daten:
- Aktiv in den 1930er Jahren in Frankfurt am Main.
- Stand in der Tradition von Samson Raphael Hirsch und Salomon Breuer.
- Verfasste vor allem kürzere erbauliche, homiletische und halachische Beiträge (typisch für die Rubrik, in der auch dieser Artikel erschien).
- 1934/35 noch korrespondierend aktiv (es gibt einen Brief von Rabbi Pinchas Katz vom November 1934 im Kontext jüdischer Gesellschaften/Aktivitäten).
Weiteres Schicksal unbekannt – wie bei vielen Frankfurter Orthodoxen wahrscheinlich Emigration (USA oder Israel) oder Ermordung in der Shoah, aber ohne konkrete Spur in den gängigen Datenbanken.
In israelisch-orthodoxen Kreisen (Moreshet Ashkenaz, Breuer-Gemeinde Jerusalem/New York) wird er gelegentlich als Rabbiner Pinchas Katz (Frankfurt) erwähnt, wenn alte Nachalat Zwi-Hefte nachgedruckt oder zitiert werden, aber auch dort meist nur mit den Initialen oder dem Namen ohne weitere Lebensdaten.
Fazit: Es handelt sich um einen soliden, aber nicht prominenten Torawissenschaftler der letzten Phase der Frankfurter Austrittsgemeinde, der vor allem durch seine Beiträge in Nachalat Zwi bekannt ist. Eine detailliertere Biografie ist (zumindest online und in den üblichen Quellen) nicht verfügbar.
In der frühen NS-Zeit dienten solche Artikel oft als geistliche Stärkung: Die jüdische Gemeinde stand unter zunehmendem Druck, und Texte über Erlösung, Umkehrung des Schicksals (wie bei Purim) und innere Freiheit (Peßach) hatten eine doppelte Botschaft – historisch und aktuell.
[1] Siehe zum Autor P.K. den Anhang zu diesem Artikel
[2] Geister
[3] Grok KI: Der Satz ist also eine typische anti-zionistische Bibel-Polemik, die sagen will:
„Genauso wie diese unbedeutenden Ephraimsöhne damals dachten, sie könnten mit Gewalt und ohne Gottes Stunde das Land nehmen – und dabei umkamen –, genauso dachten die säkularen Zionisten Ende 19./Anfang 20. Jh., sie könnten Palästina durch Kongresse, Siedlungen, Balfour-Deklaration und später durch Staatsgründung erzwingen – und das wird (nach dieser Sicht) auch nicht gut gehen / ist Sünde / bringt Unglück.“
