Dieser Artikel stammt aus der Monatsschrift Nachalat Z´wi, 2. Jahrgang, Heft 11-12, vom August 1932. Diese Zeitung wurde von der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft herausgegeben. Der Artikel setzt sich mit dem Antizionismus in Deutschland kurz vor der Machtergreifung Hitlers am 30.01.1933 auseinander.

Rabbiner Klein sieht vollkommen zurecht die NSDAP als eine im Grunde Sozialistische Partei an. Das in Folge der Machtergreifung, andere sozialistische und kommunistische Parteien verboten wurden liegt m.E. in der Natur des Sozialismus (Kommunismus). Es kann nur eine Sozialistische Partei geben – und zwar die, der es gelingt die Macht an sich zu reißen. Siehe Stalin – Lenin – Trotzki – Mao Tse Tung. Alles andere hat sich dieser Partei unterzuordnen.

Der Text wurde dem heutigen Sprachgebrauch leicht angepasst und mit Erklärungen versehen von Michael Bleiberg. Das Original finden Sie in der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main unter:

https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pagetext/2552335

Eine Studie

von Rabbiner Dr. Hermann Klein, Berlin[1].

In unserer Zeit, in der der alte Judenhass sich in hemmungsloser Triebhaftigkeit austobt, da er sogar allein imstande war, einer Partei zum Sieg zu verhelfen[2], die eigentlich sonst kaum etwas Neues zu bieten hat, als diesen alten Judenhass, reizt es einen aufs Neue, nach den Gründen dieses Hasses zu forschen, obgleich man sich sagen muss, dass es kaum möglich sein dürfte, etwas Neues in dieser uralten Frage zu entdecken. Man darf aber doch nicht müde werden zu forschen, denn fast alles, was bisher als Grund für diesen abgrundtiefen, unausrottbaren Hass angenommen wurde, kann ihn nicht erklären. Wie die Krebsforscher nicht müde werden, nach dem Krankheitserreger zu suchen, so dürfen wir nicht aufhören, nach dem Krankheitserreger dieser „Weltpest“ zu suchen, die ungleich mehr Opfer gefordert hat und noch fordert[3], als die schreckliche Krebskrankheit. Und immer erneut gilt es auch, sich selbst zu prüfen, ob man nicht selbst die Schuld an diesem Hass trägt, ob wir Juden durch unser Verhalten nicht die Wut und die Feindschaft wecken. Es wäre töricht, in eitler Selbstgerechtigkeit und Selbstgefälligkeit den Antisemitismus mit Schlagworten wie „Suche nach dem Sündenbock“, „Sozialismus der Dummen“, „Folge wahnsinniger Hetze“ abzutun, und aus jedem Antisemiten einen kleinen Teufel zu machen, damit man nur dieser Selbstprüfung überhoben sei. Stellt sich aber nach gewissenhafter Prüfung heraus, dass wir trotz aller Fehler, die wir mit allen anderen Menschen gemein haben, diese „gefährliche Unmäßigkeit der Feindschaft“ nicht verdienen, so gilt es weiter zu suchen, um die Quelle zu entdecken, aus der die Bazillen dieser Krankheit stammen, und festzustellen, ob die Krankheit überhaupt heilbar ist. Sollte sich aber auch die Unheilbarkeit herausstellen, so wäre doch schon unendlich viel gewonnen, wenn man nur die Ursachen der Krankheit kennen würde.

Viele werden natürlich schon gegen die Kennzeichnung des Antisemitismus als eine Krankheit protestieren. Für die waschechten Antisemiten sind ja die Juden die Krankheitserreger im Körper ihrer Wirtsvölker, sie sind, wie einer ihrer Wortführer meint, „Fremdkörper“, und „Fremdkörper“, so weiß es jede Gesundheitslehre und Lehre vom Organismus überhaupt, müssen ausgeschieden werden, soll nicht der Organismus schweren Schaden leiden, verkümmern oder zugrunde gehen. „Läge nichts weiter vor, als das tiefe Fremdgefühl und die natürliche Abneigung der Deutschen dem Juden gegenüber, der Wille, den Juden auszuscheiden, so würde schon das als Grund und Rechtstitel, es zu tun, vollauf genügen. Es gibt gar nichts, was so berechtigt, heilig und gewichtig wäre, wie diese innere Fremdheit und Abneigung“. Woher kommt es aber, dass der Jude eher als Fremdling und Fremdkörper empfunden wird als die anderen Fremden? Liegt es an seiner Religion? Viele behaupten es, aber dann wäre es kaum zu begreifen, warum denn auch die Nichtreligiösen und sogar die Atheisten (unter den Juden) mit einem ganz besonderen Hass beehrt werden? Neuerdings wird immer mehr von einem Hass gegen die Rasse gesprochen. Die höhere nordische Rasse hasst die niedrige semitische Rasse. Der Hass stammt aus dem Blute, die Natur selbst hat Feindschaft zwischen beide Rassen gesetzt. Mit Recht weist Isaac Breuer in seinem „Judenproblem[4]“ schon darauf hin, dass das Blut nicht hasst. Der Hass stammt von der Persönlichkeit, und es ist bloß ein Asyl der Unwissenheit, wenn wir diesen Hass in die Rasse verlegen. Weiniger[5] spricht von einem „metaphysischen Abscheu“, d. h. mit anderen Worten, dass wir diesen Abscheu, und diesen Hass uns gar nicht erklären können, er ist übersinnlicher Art und daher gar nicht zu erklären. Auch Isaac Breuer spricht von einem „metaphysischen“ Hass. Aber ich glaube, dass auch dieses Wort nur das Eingeständnis enthält, dass wir uns diesen Hass nicht erklären können. Hass ist etwas sehr Sinnliches und gehört ganz und gar der Welt der Sinne an.

Anhänger des Marxismus in seiner konsequenten Durchführung wie Heller und Kantorowicz[6] erblicken in dem Problem des Judenhasses nur einen Abschnitt aus dem sozialen Problem. Sie sind mit ihren Meistern[7] der Meinung, dass nur der Schacher es ist, der die Juden verhasst macht und dass das Verschwinden der kapitalistischen Welt auch den Untergang des Judentums nach Heller, oder das Schwinden des Judenhasses nach Kantorowicz bedeute. Beiden bedeutet der Satz von Marx: „Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus des Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld“, eine unumstößliche Wahrheit. Ich kann es mir versagen, hier näher auf diese Seite des Problems einzugehen. Sie ist ausführlich von Raphael Breuer s. A.[8] in diesen Blättern behandelt worden und mit Heller hat sich Juda Steinberg[9] gründlich auseinandergesetzt. Es ist eine Verkennung des ganzen Problems, wie ja die ganze marxistische Betrachtungsweise des Weltgeschehens eine furchtbar einseitige ist. Nur eine grob materialistische Betrachtungsweise kann die Geschichte der Menschheit in eine Geschichte des menschlichen Magens verwandeln. Niemals kann die materialistische Geschichtsauffassung restlos die Probleme des Weltgeschehens erklären, und nichts straft diese ganze geistige Richtung mehr Lügen als die Geschichte des jüdischen Volkes. Die Existenz dieses Volkes allein ist die schlagendste Widerlegung der marxistischen Geschichtsauffassung. Und wenn Lassalle[10] sagt, dass er die Juden nicht liebe, ja sie sogar im allgemeinen verabscheue und in ihnen nur die entarteten Söhne einer großen, aber längst entschwundenen Vergangenheit sehe, so hat er, wenn er sich und seinen Kreis damit meint, gewiss nicht unrecht, aber in der Tatsache, dass diese Söhne einer längst entschwundenen Vergangenheit trotz des Fehlens aller materiellen Voraussetzungen noch immer da sind, liegt ein Beweis, dass doch wohl auch andere Faktoren, als Kapital und Arbeit, über Sein und Nichtsein von Völkern und Einzelnen entscheiden. Es ist übrigens unendlich bezeichnend für die Kampfweise der „anständigen“ Antisemiten, dass sie, die den Marxismus als jüdisch mit der ganzen Wut ihrer nordischen Seelen bekämpfen, Marx und Lassalle als Kronzeugen gegen die Juden anführen, deren Gegnerschaft gegen die Juden doch nur ein Ausfluss ihrer Weltanschauung ist: „Wir lehnen die ganze Blickrichtung des Marxismus als verfehlt ab und versprechen uns von der evtl. Verwirklichung der marxistischen Ideale weder das Verschwinden des Judenhasses noch befürchten wir von ihr den Untergang des Judentums.“ In der Geschichte wirken ganz andere Kräfte.

In der Sammelschrift „Klärung“ (12. Autoren und Politiker über die Judenfrage. Verl. Tradition-Berlin) machen zwei Autoren, Ernst Johannsen[11] und Hans Blüher[12] darauf aufmerksam, dass die tiefsten Judengegner aus Instinkt Heiden sind, „Helenen“. „Manche haben eine heimliche Liebe für die alte Götterwelt ihrer Vorfahren; man mag darüber spotten, aber man glaube nur nicht, dass die Vorliebe vieler „Christen“ und Christen für die Götterwelt der Alten eine zufällige Neigung war und ist“ (Johannsen). Johannsen erklärt damit den Antisemitismus eines Nietzsche. Noch ausführlicher wird diese Erscheinung von Hans Blüher in seinem philosophisch-theologischen Aufsatz: „Die Erhebung Israels gegen die christlichen Güter“ behandelt. „Nach der Meinung der Völkischen — im weitesten Sinne des Wortes — ist das Christentum ein fremder Import, nun gar ein solcher jüdischer Abkunft und Prägung, nach dessen Abschüttelung die altgermanische Licht- und Tugendreligion wieder zum Vorschein kommen müsse; durch sie wiederum könne der Aufstand der Nation gegen fremde Unterdrücker von außen und innen erst siegreich durchgeführt werden. Die Ansicht hat etwas außerordentlich Bestechendes an sich und es spricht zunächst fast alles für ihre Richtigkeit. Man spürt ja doch jeden Tag mehr und mehr das Sichregen urgermanischer Kräfte im Volk. Aber noch mehr: wie als müsste es so sein, tut sich der Boden auf und reicht Schätze aus der vorchristlichen Germanenzeit heraus, die mit einem Schlage den langen Irrtum von der Wildheit und Barbarei unserer Ahnen zunichtemachen. Wir haben es, das wissen wir heute, bei unseren Vorfahren mit einem Kulturvolk ersten Ranges zu tun, und dieses Volk ist durch die christliche Mission des Kaisers Karl gewaltsam seiner Heiligtümer beraubt worden. Der Sakralraub ist also, das lernen wir, das Mittel, um grundlegende geschichtliche Wenden in den Völkern herbeizuführen; und alle großen Kriege (es sind immer dreißigjährige) sind Religionskriege. Auch der, in welchem wir leben.“ Zwei Elemente hatte die germanische Urreligion: die Gerechtigkeit und den leidenden Gott. Diese Religion ist geboren aus der Volksseele der Germanen heraus. Karl der Große war also kein germanischer Herrscher, sondern ein fremder Eroberer ohne Treu und Glauben. Aber die germanische Volksseele formte sich ihr Christentum nach ihrem religiösen Bedürfnis um. Paulus und Luther haben erkannt, dass der Mensch nicht gerechtfertigt werden könne durch Erfüllung der Werke des Gesetzes, sondern „allein durch den Glauben“. Durch Luther wird das Verbrechen Karls des Großen gutgemacht. Das Christentum ist mysterienhaft und übernatürlich. Der religiöse Vorgang spielt sich außerhalb des Gesetzes ab. Israel aber ist ein Volk des Gesetzes und dieses Gesetz ist wesentlich anders als die Gesetze der anderen Völker und das einzigartige am jüdischen Gesetz ist, dass es aus Offenbarung stammt. In Moses kristallisierte sich nicht die jüdische Volkspersönlichkeit, die ihrerseits in Rücksicht auf dieses Volk diesem ein Gesetz gibt, das Gesetz wird nicht aus dem Volke geboren, die Offenbarung stammt nicht aus dem Volke, aus der Psyche des Volkes, sondern sie ergeht an das Volk. Der Monotheismus ist nicht eine vereinfachte Form der Vielgötterei, wie wenn etwa bei den alten Griechen oder später bei den Römern der oberste Gott die Regie übernimmt, das bleibt vereinfachtes rationalisiertes Heidentum, sondern durch die Offenbarung wird die Lehre vom „Einigen Gott[13]“ allen anderen auch nur möglichen Konzeptionen des Heidentums, auch wenn sie quasi monotheistisch waren, entgegengestellt! Der „Einige Gott“ ist Schöpfer der Welt und Urgrund des Gesetzes. Und diesem „Einigen Gott“ steht als Korrelat die Einheit Israels zur Seite. Die Einheit und Unteilbarkeit Israels besteht in der Ebene der reinen Geschichte; von ihr wird jeder Jude erfasst. Sie ist das geschichtliche a priori[14] des Judentums. Das Judentum hat an der Linie des Gesetzes treu festgehalten und daher das Reich des Messias säkularisiert. Das ist seine Erhebung gegen die christlichen Güter. Für das Judentum bedeutet das Reich des Messias die Verwirklichung der Gerechtigkeit auf Erden von Menschen tragbar und durchführbar. Und Israel sucht immer seine Gedanken gegen das Christentum durchzusetzen und wo immer es antichristliche Gedankengänge in der deutschen Philosophie findet, so greift es diese Gedanken auf, so bei Nietzsche und Schopenhauer. Wer daher einen starken Staat will, geführt von einer bodenständigen Oberschicht, diese wieder geführt von einem christlichen König, muss Antisemit sein. Will man aber die Weltdemokratie, so muss man zum Judentum übertreten. Der christliche König umgeben von einem mystischen Nimbus ist Repräsentant des germanischen Volkes, das eine Urreligion aus sich heraus erzeugt hat, und dem es auch sein Christentum angepasst hat. Die Demokratie, das Endziel des Judentums, das eigentlich gar keine Religion im strengsten Sinne des Wortes hat, das niemals aus sich heraus religiöse Werte erzeugt hat, sondern dem ein Gesetz offenbart wurde, für dessen Verwirklichung es auf ein Reich hofft, nicht auf einen persönlichen Erlöser, der in dieser rationalistischen Gesetzesreligion gar nicht am Platze wäre. — Das sind so ungefähr die Gedankengänge des philosophisch-theologischen Wortführers der Nationalsozialisten und Völkischen, wenn ich sie richtig verstanden habe, denn Blüher liebt die Dunkelheit und Unklarheit. Er imponiert dadurch auch seinen Adepten[15], die Unklarheit und Verworrenheit für Tiefe nehmen. Nun wissen wir also, warum wir so gefährlich sind. Wir Juden, die eigentlich gar keine Religion haben, „und deren letzten Ziele nie andere als religiöse gewesen sind“, wollen die christlichen Güter, die wieder gar nicht christlich, sondern im Grunde genommen altheidnisch, oder genauer, urgermanisch sind, rauben. „Was daher dieses säkularisierte Judentum allein unter den christlichen Völkern, zwischen denen es im Galuth lebt, treiben kann, ist: Sakralraub.“

Und doch glaube ich, dass in dieser neu erwachten Sehnsucht nach dem alten Heidentum auch der tiefste psychologische Grund für den Judenhass zu suchen ist. Das Judentum, und darin hat Blüher recht, ist nicht aus der Volksseele der Juden herausgewachsen, sondern wurde ihm offenbart und wir haben den Mut zu behaupten, dass nur die Religion den Namen von Religion verdient, die offenbart wurde. Das Judentum ist aber nicht nur Religion, sondern es ist darüber hinaus auch Gesetz. Was nicht offenbart wurde und was nicht wenigstens mittelbar auf Offenbarung zurückgeht, ist Heidentum, Götzendienst und in seiner letzten psychologischen Wurzel: Menschenkult. Nach der Schöpfung offenbarte sich Gott seinen ersten Menschen, denn ohne diese Offenbarung wäre der Mensch niemals fähig gewesen, sich einen Gott zu erschaffen. Diese erste Offenbarung der Gottheit scheint in Vergessenheit geraten zu sein und die Menschen, die Gott nach seinem Ebenbild erschaffen hatte, schufen sich nun Götter nach ihrem eigenen Ebenbild. Die Menschen (der Vorzeit – vor der Offenbarung am Sinai) sahen, dass in der Welt Kräfte wirksam waren, deren Ursprung ihnen unbekannt war, deren Umfang sie nicht zu überschauen vermochten, deren scheinbar willkürlichem Walten sie schutzlos preisgegeben waren und so entstanden die Götter der Urzeit. Es ist selbstverständlich, dass die Götter deren Schöpfer Menschen waren, nichts anderes sein konnten als ins Riesenhafte und Gigantische gesteigerte Menschen. Alle Eigenschaften, Tugenden und Laster, die ihnen beigelegt wurden, waren menschliche Eigenschaften, dem Kreis menschlicher Vorstellungen entnommen. Das Verhängnis, das den Menschen vom Himmel ausschloss, war damit nicht beendet. Der Bezeichnung der ins Riesenhafte gesteigerten Menschen mit dem Namen Gott, oder die Personifikation der den Menschen sich offenbarenden, aber von ihnen nicht erforschten Naturkräfte der Gottheiten bedeuteten keine Bereicherung der menschlichen Seele, gewährten dem menschlichen Geist keine Möglichkeit des Höhenflugs, da ja die Götter ihr Werk waren und daher über keine Eigenschaften verfügen konnten, die die Vorstellungskraft und die Kenntnisse der Menschen überschritten. Die Menschheit löste sich die unzähligen Rätsel, die ihr die Umwelt zu lösen aufgab, indem sie die vielen Rätsel in ein einziges — Gott — oder in wenige — Götter — zusammenfasste, und kam der Lösung um keinen Schritt näher. Kein Mensch ist imstande, sich einen Gott zu erschaffen. Sich selbst malt der Mensch in seinen Göttern. Und die Klugen und Schlauen, die Starken und Gewalttätigen durchschauten, dass hinter den Göttern nichts Wesenhaftes stecke, aber dass sie ein vorzügliches Mittel seien, um durch sie die Massen zu beherrschen. So gelangten die Menschen (der Vorzeit – vor der Offenbarung am Sinai) zu einer Art Selbstvergötterung[16]. Die Tyrannen und Despoten ließen durch den Mund der Götter der Masse Befehle erteilen, einzig und allein darauf gerichtet, ihre Machtposition zu stärken und unantastbar zu gestalten. Die Menschen waren die eigentlichen Götter, wie ja die Götter nichts als Menschenwerk waren. Die große Sehnsucht der Massen nach etwas Höherem und ihre dumpfe Angst vor dem sie umgebenden Rätselhaften wurde von den Starken und Helden für eigene selbstsüchtige Zwecke ausgebeutet. Auf den Schultern der von Menschen erschaffenen Göttern erhob sich die Herrschaft der Mächtigen. Die Masse ward entmündigt und entwürdigt. Sie war nur Mittel für die Zwecke der Großen. Und unter den Großen der Erde herrschte ewiger Krieg, denn jeder dünkte sich ja als der Gott seiner Götter und Götter sind eifersüchtig und erst recht, wenn sie von Menschen stammen. Die Menschen waren die Herrscher auf Erden. Da offenbarte sich Gott. Das war das Neuartige, das Originelle und Einzigartige der sinaitischen Offenbarung. Nicht der Mensch schuf sich diesen Gott, sondern Gott trat ihm entgegen, offenbarte sich ihm, um ihn aufs Neue nach seinem Ebenbild zu schaffen. Gott hat sich offenbart und hat den Menschen ihres Daseins Sinn und Zweck verkündet und das Ziel heißt: Gottähnlichkeit. Während bisher die Menschen das Vorbild waren und in ihrem Ebenbild die Götter erschufen; die Götter waren menschenähnlich, sollten nach der Offenbarung die Menschen versuchen, Gott ähnlich zu werden. Im Heidentum herrschten Menschen, im Judentum ist Gott Herrscher. Die Offenbarung Gottes am Sinai entthronte den Menschen — und — nun kommen wir zu dem Urquell des Judenhasses — seit dieser Zeit geht das Streben der Menschen dahin, Gott zu entthronen, und sich ihre Herrschaft zurückzuerobern. Daher die Sehnsucht nach Heidentum bei Nietzsche, für dessen „blonde Bestie“ und für dessen „Übermenschen“ in einer Welt, in der Gott herrscht, kein Raum ist, daher die Flucht Schopenhauers in die heidnische Welt des Buddhismus und daher die neu erwachte Liebe unserer Völkischen für ihr germanisches Heidentum, denn in dieser heidnischen Welt können sie den „Führer“ haben, nach dem sie sich sehnen. Zu Gott haben sie kein richtiges Verhältnis, denn vor Gott sind alle Menschen gleich, da er sie doch alle erschaffen. Die Offenbarung begründet erst in Wahrheit die sittliche Würde des Menschen. Kein Mensch ist Mittel für die Zwecke eines anderen, denn jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes, dem sich die Liebe und Fürsorge seines Gottes zuwendet. Ist in einer solchen Welt Raum für die Theorien von der Minderwertigkeit bestimmter Rassen? Die Menschen können es nicht verschmerzen, dass Gott sie entthront hat, nun versuchen sie, ihm die Herrschaft streitig zu machen. Es war dies schon der Fall nach der ersten Offenbarung Gottes im Kindheitsalter der Menschheit, wie ja die Menschheit sich innerlich, in geistig sittlicher Beziehung kaum entwickelt hat. Genau wie in den ersten Tagen der Schöpfung Kain seinen Bruder Abel erschlägt, weil er ihm nach irgendeiner Richtung hin im Wege steht, so wissen die Menschen auch heute noch kein anderes Mittel, um ihre Meinungsverschiedenheiten auszutragen, nur dass heute statt des einen Kain Millionen aufstehen, um ihre Brüder zu erschlagen. Also wie gesagt, auch nach der ersten Offenbarung der Gottheit erhoben sich die Menschen, um gegen Gott zu kämpfen. Der Turmbau zu Babylon sollte ihnen den Weg zum Himmel bahnen, damit sie Gott in seinem ureigensten Gebiet bekämpfen können. Und seit dieser Zeit ist die Sprachverwirrung in die Welt gekommen, „dass der eine Mensch die Sprache seines Nächsten nicht versteht“. Die „Herrenmenschen“ von Babylon waren scheinbar von der Rasse der „Blonden Bestie“. Wer für sein Leben die Parole: „wir wollen uns einen Namen machen“ erwählt, der kann sich nicht Gott unterordnen, für den alle Menschen gleich sind. Und es zeugt für den tiefen Blick der altjüdischen Weisen, wenn sie in ihrer Sprache sagen, dass der Berg deshalb den Namen „Sinai[17]“ erhielt, weil von dort aus der Hass in die Welt gekommen ist. Die Menschen können es nicht verschmerzen, dass Gott durch seine Offenbarung sie endgültig entthront hat. Denn was bedeutet schließlich dieses Toben und dieses Sichaufbäumen der abgesetzten Herren? Der im Himmel thront lacht und spottet all dieser Bemühungen, ihn zu entthronen. Uns, den Träger dieser Offenbarung, können sie durch ihren Hass, der sich nicht einmal gegen uns richtet, denn wir sind doch bloß Gefäß der Offenbarung, vorübergehend wehtun, aber besiegen können sie uns nicht, wie es ja die Geschichte der Judenverfolgungen unwiderleglich lehrt. Wir wurden zuerst von Nebukadnezar, dem babylonischen König besiegt, der gar kein Hehl daraus machte, dass er sich an die Stelle des jüdischen Gottes setzen wolle. Er glaubte, in uns Gott zu treffen. Titus, so wird im Talmud berichtet, zog mit seiner Geliebten ins Heiligtum ein und durchstach den Vorhang und glaubte, Gott getötet zu haben. Der jüdische Staat, der sichtbare Träger der Gottesoffenbarung, war ja zertrümmert, das Heiligtum, die sichtbare Stätte des Gottesdienstes, in seiner Gewalt, die Juden, die sichtbaren Träger der Gottesideen zertreten und aus ihrem Land gejagt, die lebendigen Zeugen der Gottheit also vernichtet, so glaubte er nun endlich den jüdischen Gott, dem ja sein Kampf eigentlich galt, sei erschlagen, aber siehe, er konnte den Tempel einäschern, den Staat zerschlagen, die Juden knechten, aber nicht Gott vernichten, denn er lebte weiter in den Sklaven, die — und das ist das große Geheimnis der Ewigkeit der Juden — niemals in ihrer Gesamtheit ihrem Gott die Treue brechen können. Der einzelne Jude hat diese Freiheit, und kann seinem Gott die Treue aufkündigen, aber die Gesamtheit ist nicht frei. Gott lässt sich einfach nicht von der Gesamtheit des jüdischen Volkes beiseiteschieben, denn so steht es geschrieben: „Fürwahr mit starker Hand und mit ausgegossenem Grimm werde ich über Euch regieren“. Es ist ein vergebliches Sichabbemühen vieler Juden, das Volk zum geistigen Selbstmord veranlassen zu wollen, es seinem Gott abwendig zu machen, das Volk als Ganzes kann nicht sterben und kann auch nicht Gott die Gefolgschaft verweigern, denn Gott lässt es nicht. Das Volk muss leben, es ist Träger einer ewigen Idee und hat an der Ewigkeit der Idee teil. Die Offenbarung am Sinai und die steinernen Tafeln, auf denen die Grundgebote des Gottesgesetzes eingegraben waren, brachten dem Volk die Freiheit vom Tod und die Freiheit von der Knechtung der weltlichen Mächte, so lautet ein tiefes Wort der Weisen. Es ist als Volk Gottes unsterblich und ist auch in Sklavenketten frei, denn seine Unterdrücker können seinen Körper peinigen, über seine Seele haben sie keine Macht. Und nach Titus kamen andere Mächte und wollen das in der Zerstreuung lebende Volk der Juden, denn es blieb auch ohne Staat ein Volk, zusammengehalten durch die Gottesidee und durch das Gottesgesetz, vernichten. Es kamen sogar Zeiten, in denen man die Juden im Namen Gottes vernichten wollte, des Gottes, den man durch die Juden kennengelernt hat, es waren dies jene Zeiten, in denen sich im Christentum die heidnischen Elemente, die nicht ganz überwunden waren, stärker bemerkbar machten; als man nach weltlicher Macht strebte und den Glauben, dieses rein Immaterielle und Geistige in den Dienst persönlichen Ehrgeizes und irdischer Machtgelüste stellte. Es ist immer ein untrüglicher Beweis für die Schwäche der geistigen Position, wenn man im Kampf um geistige Wahrheiten sich irdischer Waffen bedient. Der Genius eines Esau gesteht offen, dass er im Kampf mit Jakob der Unterlegene ist, weil er sich an ihm körperlich vergriffen und ihm seine Hüfte verrenkt hat. Und wo immer der Judenhass zu einer mächtigen Flamme aufloderte, so war es immer, vielleicht unbewusst, ein Sichauflehnen gegen Gott, dessen Verkünder nun einmal die Juden sind. Mit den Juden soll Gott vernichtet werden, denn solange die Gottesidee lebt und auf Erden Vertreter hat, können die Herrenmenschen ihre Herrschaft nicht für die Dauer auf Erden errichten. Das Judentum hat das antike Heidentum besiegt, denn es waren letzten Endes doch die jüdischen Ideen im Christentum, die das Heidentum überwunden haben und auch das moderne Heidentum, wird schließlich verschwinden müssen. Einer der lautesten Rufer im nationalistischen Lager, Graf Reventlow[18], schreibt: „Diese Wahrheit“, die richtige Gegenüberstellung Juden—Deutsche nämlich, „ist seitdem immer tiefer in die deutsche Bevölkerung gedrungen und hat sich in ihr ausgebreitet, nur die kirchlichen Kreise möchten sie noch nicht wahr haben, in dem mehr oder minder unbestimmten Gefühl, dass damit das katholische und evangelische Kirchentum eine seiner wesentlichen Grundlagen verliert; das in diesem Zusammenhang nur angedeutet werden soll. Man denke nur an den jüdischen Messianismus, den das Christentum in grotesker Verlängerung adoptiert hat. Fällt die Unwahrheit vom „Gottesvolk“, so fällt das „Alte Testament“, so fällt auch der „christliche“ Messianismus, und damit fällt Vieles, was die Kirchen nicht ertragen können“.

Wenn der Staat daran geht, die sogenannte „Gottlosenbewegung“ zu unterdrücken, so müsste er mit seiner ganzen Macht gegen den Antisemitismus einschreiten, denn dieser ist seinem Wesen nach nichts anderes als ein Kampf gegen Gott. Das Heidentum mit seiner Götterwelt soll wieder aufstehen. Menschen sollen aufs Neue sich ihre Götter erzeugen und sich von diesen Göttern die Macht über die Menschen übertragen lassen. Der Gott der Offenbarung soll entthront werden, denn dieser hat allen Menschen, die er in seinem Ebenbild erschaffen hat, die gleichen Rechte und die gleiche Würde vergeben. Und wenn er uns auserwählt hat, so hat er uns keine Vorrechte damit eingeräumt, sondern nur die schwerste Aufgabe zugewiesen, Träger seiner Wahrheiten zu sein und für diese seine Wahrheiten zu werben und ihnen die Gesamtmenschheit zu gewinnen. Solange dieses Ziel nicht erreicht ist, haben wir unsere Aufgabe nicht erfüllt und darin liegt nun wieder unsere tragische Schuld. Unsere historische Mission ist, durch unser ganzes Leben, durch unsere öffentliche und private Wirksamkeit, durch alle Äußerungen unseres Seins Zeugnis abzulegen für die Wahrheit der am Sinai geoffenbarten Lehre, die Lehre und Gesetz, die Thora ist, eine „von Gott in den Schoß eines Volkes gelegte Saat, aus welcher das ganze Leben dieses Volkes in allen seinen einzelnen und Gesamtgestaltungen erblühen soll, eine Gottessaat, deren Produkt Israel heißt, ein Individuum, das als Einzelwesen wie als Volksgesamtheit in allen seinen Schicksalen die Waltung Gottes bedeuten soll und das daher ebenso einzig in seiner geschichtlichen Erscheinung dasteht, wie die Thora einzig ist, die er belebt und die einzige Bedingung seiner geschichtlichen Erscheinung ist, und wie Gott einzig ist, der beide, Thora und Israel, als die Offenbarung seines Willens und seines Waltens in die Mitte der Menschheit gesetzt.“ Solange der Hass gegen uns wütet, also der Kampf gegen Gott tobt, haben wir diese Aufgabe nicht gelöst, Gottes Name ist nicht ganz, er enthält dann nur die Buchstaben, die von der Vergangenheit zeugen und für die Zukunft hoffen, aber die Gegenwart ist nicht sein, und sein Thron ist nicht voll- kommen, denn viele seiner Geschöpfe entziehen sich seiner Herrschaft und da gilt es sich ernstlich zu prüfen, ob wir ganz und gar der Thora gemäß leben, ob unser gesamtes Leben Thoraverwirklichung ist, denn nur durch ein solches Leben können wir dem Galuth der Schechinah ein Ende bereiten. Wohl uns, wenn wir Feindschaft leiden durch Verwirklichung des Thoralebens, wehe uns, wenn uns Hass umglüht, weil wir der Thora untreu geworden sind. Im ersten Fall können wir sicher sein, dass die Feindschaft an sich selbst zerschellen wird, „die Gewalt erhebt sich zur Zuchtrute des eigenen Frevels“, und Gott bleibt Sieger, im letzteren Falle gilt der Hass uns und wir sind ohnmächtig gegen eine Welt von Feinden, sind schutzlos gegen die Meereswellen des Hasses, die unser Lebensschiff bedrohen. Darum gibt es für uns nur ein Mittel: Leben, wie Gott befohlen, Thora verwirklichen wie unser Beruf ist, der Wahrheit den Weg bahnen, wie unsere Bestimmung ist, unser Herz panzern gegen alle Ausbrüche des Hasses, auf Gott vertrauen, der unser Fels ist, an dem alle Wut und aller Hass unserer Feinde, die im Grunde genommen seine Feinde sind, zerschellen wird.


[1] KI: Rabbiner Dr. Hermann (Herrmann) Zwi (Zwi/Zev) Klein (1879–1955) war ein orthodoxer Rabbiner, Gelehrter und Pädagoge in Berlin. Er war eng mit der Adass-Jisroel-Gemeinde (Adath Israel) verbunden.Wichtige Funktionen und Tätigkeiten

  • Er wirkte als Rabbinatsassessor (Dayan/rabbinischer Richter) bei der Adass-Jisroel-Gemeinde in Berlin. Diese unabhängige orthodoxe Gemeinde wurde im 19. Jahrhundert unter Rabbiner Esriel Hildesheimer gegründet.
  • Er unterrichtete an den Schulen der Adass Jisroel und war am Rabbiner-Seminar zu Berlin beteiligt, wo er gemeinsam mit Persönlichkeiten wie Dr. Meier Hildesheimer zukünftige Rabbiner ausbildete.
  • Er verfasste zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zu jüdischen Themen in Hebräisch und Deutsch und galt als einer der führenden Rabbiner Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Historischer Kontext 1933, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, reiste Rabbiner Klein in die USA als Gast des Central Relief Committee. Er sprach auf der Jahresversammlung der Agudath Harabonim (Union of Orthodox Rabbis) und berichtete über die schwierige Lage der deutschen Juden. Er überlebte die NS-Zeit und starb 1955. In hebräischen Quellen wird er oft als Zev Tzvi oder Zwi Klein bezeichnet. Die Adass-Jisroel-Gemeinde pflegte eine streng orthodoxe Ausrichtung mit eigenen Synagogen, Schulen und Einrichtungen, getrennt von der liberaleren Hauptgemeinde. Rabbi Kleins Wirken verkörperte die Verbindung von traditioneller jüdischer Gelehrsamkeit und moderner Bildung.

[2] NSDAP National Sozialistische Partei Deutschland

[3] Am Ende waren es 6 Millionen Juden

[4] Isaac Breuer, ein Enkel von Rabbiner Hirsch s“l schrieb den Aufsatz 1918. https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/4676661

[5] Wikipedia: Otto Weininger (* 3. April 1880 in Wien, Österreich-Ungarn; † 4. Oktober 1903 in Wien) war ein österreichischer Philosoph. Er wurde durch sein Werk Geschlecht und Charakter bekannt. Darin entwickelte er eine philosophisch-psychologische Theorie der Geschlechter, in deren Zentrum die Theorie der menschlichen Bisexualität steht. Wenige Monate nach der Veröffentlichung starb Weininger durch Suizid in Ludwig van Beethovens Sterbehaus in Wien. Das Buch wurde zu einem Bestseller mit zahlreichen Auflagen.

In seinem Hauptwerk offenbarte Weininger eine scharf ablehnende Haltung alles Jüdischen und erwies sich zugleich als Verfechter einer frauen- und körperfeindlichen Geisteshaltung. Die Werte höheren Lebens seien der Frau ebenso unzugänglich wie die Welt der Ideen. Je weiblicher das Weib, desto mehr verkörpere es eine rein geistlose Geilheit. Erst durch den Mann empfange die Frau ein Leben aus zweiter Hand.

[6] KI: Sowohl Hermann Heller als auch Alfred Kantorowicz vertraten im 20. Jahrhundert linke und sozialistische Ideen, waren jedoch in ihrer theoretischen Ausrichtung keine klassischen Marxisten.

Hier ist die genaue historische Einordnung beider Persönlichkeiten:

Hermann Heller (1891–1933)

  • Rolle: Bedeutender Staats- und Verfassungsrechtler der Weimarer Republik.
  • Einordnung: Heller war Sozialdemokrat und zählt zu den Vätern des demokratischen Sozialismus. Er vertrat den linken Flügel der SPD, lehnte den orthodoxen Marxismus und den Historischen Materialismus jedoch ausdrücklich ab. Er sah den Staat nicht als bloßes Instrument zur Unterdrückung (wie im klassischen Marxismus), sondern als demokratisch gestaltbares Werkzeug für soziale Gerechtigkeit.
  • Hauptgegner: Innerhalb der Arbeiterbewegung lieferte er sich theoretische Debatten mit Vertretern des klassischen Marxismus wie Max Adler. In der Rechtslehre war er ein prominenter Kritiker des Marxisten Hans Kelsen.

Alfred Kantorowicz (1899–1979)

  • Rolle: Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Publizist.
  • Einordnung: Er war Mitglied der KPD, antifaschistischer Kämpfer und verstand sich als Marxist. Dennoch galt er vielen orthodoxen Parteimarxisten als unorthodoxer oder „bürgerlicher“ Marxist, da er stark von der humanistischen Kultur, der europäischen Literatur und freiheitlichen Idealen geprägt war.
  • Historischer Verlauf: Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er in die DDR, um dort am Aufbau eines neuen Staates mitzuwirken. Er wandte sich jedoch zunehmend vom dogmatischen Stalinismus ab und floh 1957 in die Bundesrepublik.

[7] Marx und Engels

[8] Wie Isaac Breuer ein Enkel von Rabbiner Hirsch s“l. Er war Rabbiner in Aschaffenburg.

[9] ???????????

[10] Wikipedia: Ferdinand Lassalle (geboren am 11. April 1825 in Breslau als Ferdinand Johann Gottlieb Lassal; gestorben am 31. August 1864 in Carouge bei Genf) war Schriftsteller, sozialistischer Politiker im Deutschen Bund und einer der Wortführer der frühen deutschen Arbeiterbewegung.

Lassalles Idee des Sozialismus war genossenschaftlich und preußisch-nationalstaatlich orientiert. Damit geriet er in einen Gegensatz zu der von Karl Marx und Friedrich Engels dominierten Lehre, die revolutionär und internationalistisch ausgerichtet war.

[11] Wikipedia: Ernst Johannsen (* 28. Mai 1898 in Altona bei Hamburg; † 1. November 1977 in Hamburg) war ein deutscher Schriftsteller.

[12] Wikipedia: Hans Erich Karl Albert Hermann Blüher (* 17. Februar 1888 in Freiburg in Schlesien; † 4. Februar 1955 in Berlin) war ein deutscher antisemitischer und antifeministischer Schriftsteller und Philosoph.

[13] Einigen Gott = einzigen Gott; nicht etwa vereinigenden Gott!!

[14] Voraussetzung

[15] Ein Eingeweihter, Jünger oder Schüler, der von einem Meister in eine Kunst, Wissenschaft oder Geheimlehre eingeführt wurde und dessen Erkenntnisse teilt.

[16] Siehe z. B. die Pharaonen in Ägypten

[17] Hebräisch Hass = שִׂנאָה = sin-a

[18] Wikipedia: Ernst Christian Einar Ludwig Detlev Graf zu Reventlow (* 18. August 1869 in Husum; † 21. November 1943 in München) war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und deutschvölkischer bzw. nationalsozialistischer Politiker.

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